CHATZIMARKAKIS: Energiehandel transparent gestalten
27.05.2011 - 11:57
Klare Regeln für Derivatehandel und Spekulation mit Energierohstoffen hat der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments heute gefordert. Dies ist Bestandteil des sogenannten REMIT-Berichts zur Verbesserung von Transparenz auf den Gas- und Strommärkten, den die Abgeordneten einstimmig verabschiedeten.
Jorgo Chatzimarkakis, Berichterstatter und energiepolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament: „Energie ist der Treibstoff unserer Volkswirtschaften. Deshalb ist es so wichtig, dass die Preisentwicklung transparent bleibt. Es gibt noch immer zu viele Deals hinter den Kulissen. Die Zeche zahlen die Verbraucher. Mit dem heute angenommenen Text kann der Schutz vor Marktmissbrauch, der Einfluss auf den Preis der Energie hat, erhöht werden. Transparente Preise sorgen für mehr Wachstum, Beschäftigung und Innovation. Eine Preissenkung wird auch zu einem besseren EU-Binnenmarkt beitragen. Außerdem wurde auch der Datenschutz gestärkt; so sollen sensible Geschäftsdaten, die an die Überwachungsbehörden übermittelt werden, hohen Standards unterliegen. Der Ausschuss hat den Kommissionstext eindeutig verbessert, indem Schlupflöcher für Insiderhandel geschlossen wurden."
Der Verordnungsvorschlag KOM(2010) 726 über die Integrität und Transparenz des Energiemarkts (der sogenannte REMIT-report) wurde im Industrie-Ausschuss behandelt, Berichterstatter war Jorgo Chatzimarkakis. Ziel der Verordnung ist es, Insiderhandel und Marktmanipulationen auf den Energiegroßhandelsmärkten EU-weit zu verhindern.
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